Eine lange Geschichte – in wenigen Zeilen.

Die Kaeserei Fanari ist nur ein paar Kilometer vom Dorf San Nicolò D´Arcidano (in der Provinz Oristano im Westen der Insel) gelegen. Diese Produktionsstaette ist soweit das Auge reicht von Weiden und Feldern umgeben. Wenn man nach Westen blickt, zeichnen sich am Horizont die majestaetischen Felszacken des Monte Linas ab. Jenseits dieses Gebirgszugs, der sich zu einer Hoehe von bis zu 1 200 Metern erhebt, erstrecken sich die unberuehrten Straende der Costa Verde.

In diesem stillen, abgelegenen Landstrich weiden die Tiere frei und unbehindert. Sie bringen jene besondere Milch hervor, die zur Erzeugung unserer Kaese erforderlich ist. 

Es ist genau dieser Wechsel des Weidens in verschiedenen Landschaftsformen – mal in der Ebene, mal im Gebirge, mal ganz nah am Meer – dem unsere Kaese jenen intensiven Geschmack und jene feinen Aromen verdanken, die sie unverwechselbar machen. 

Es liegt auf der Hand, dass Schafe, die auf Wiesen nahe am Meer weiden, eine etwas salzigere Milch geben und dass Ziegen, die daran gewoehnt sind, unwegsame Felszacken zu erklimmen, eine Milch mit intensiverem Geschmack geben.

Das Geheimnis des besonderen Geschmacks unserer Kaesesorten liegt auf jeden Fall genau hierin beschlossen: in der absoluten Qualitaet des Rohstoffs, der – das muss man wirklich sagen – das Ergebnis einer vollkommen natuerlichen Umgebung ist, die weder Verschmutzung kennt, noch sonstige Manipulationen von menschlicher Hand.

Das Gebiet rund um Nicolò D´Arcidano erzaehlt eine sehr lange Geschichte, die bis in die Zeit der Nuraghenkultur, rund zweitausend Jahre vor der Zeitenwende, zurueckreicht.

Aus jener lang vergangenen Epoche sind noch immer sieben Nuraghen (Megalith-Bauten jener Epoche) erhalten, die eine ausgedehnte Besiedlung dieser Landschaft bereits in so fruehen Zeiten bezeugen.

Die bedeutendste nuraghische Siedlung war die von Peppi Tzappas, von der leider keine Spuren erhalten sind. Wir wissen nur, dass es sich um einen bedeutenden Nuraghen mit mehreren Wehrtuermen gehandelt hat, der in der Gegend von Is Codinas gestanden hat.

Andere Nuraghen sind vom Dorf verschluckt worden und wieder andere haben in spaeteren Epochen als Fundemant fuer neue Bauwerke gedient, wie zum Beispiel beim Bau der ersten Kirche. Auch in roemischer Zeit war die Gegend besiedelt und es gibt mindestens drei archaeologische Fundstaetten zu dieser Epoche.

Man hat einige Urnen aus roemischer Zeit gefunden, die von den Bauern wiederverwendet worden sind und zwar als Gaerbehaelter fuer Weintrauben. 

Bei diesen antiken Besiedlungen hat es sich vermutlich um roemische Villen gehandelt, die damals, zusammen mit weiten Laendereien, verdienten roemischen Soldaten uebertragen wurden als Lohn fuer ihre Dienste im Heer. 

In der Zeit der sogenannten Judikate gehoerte diese Gegend zur Region „Parte Montis“ und war Teil der Kurie von Bonorcìli. Vor 1300 existierten wahrscheinlich zwei kleine Doerfer: Architano Magno und Architano Parvo. 

Spaetere Jahrhunderte waren von staendigen Einfaellen nordafrikanischer Seeraeuber gekennzeichnet, die diese Gegend oft heimsuchten, um alle moeglichen Wertgegenstaende zu rauben und vor allem, um Einwohner als Sklaven zu verschleppen.

Es gab zahllose Brandschatzungen, ganze Doerfer wurden zerstoert und abgebrannt. Der letzte Einfall ist auf das Jahr 1660 zu datieren, beglaubigt von den Eintragungen in den Pfarrbuechern.  

In der Folge sind zahlreiche Wiederaufbauten und Neubauten vorgenommen worden, durch die sich das Fehlen aelterer Bauwerke und auch die Regelmaessigkeit des Stadtbildes von San Nicolò D´Arcidano erklaeren.

Die freude an einer geschmackswahl

Es wurden keine Ergebnisse gefunden, die deinen Suchkriterien entsprechen.
Menü